Eine Ökostadt als flächensparendes und umweltverträgliches Siedlungsmodell

Beitrag zur 17. Internationalen Konferenz MAKING CITIES LIVABLE, Freiburg 1995

Autoren: Ernst Lung, Rainer Mayerhofer, Franz Skala, Martin Treberspurg
Referent: Dipl.-Ing. Dr. Rainer Mayerhofer


Die Ballungsräume Österreichs (und das gilt im wesentlichen zumindest für ganz Mitteleuropa) zeichnen sich durch starke Betriebs- und Dienstleistungskonzentrationen, sowie einer damit gekoppelten Einwohner-Randwanderung aus - mit der Tendenz zur Bevölkerungsabnahme in den Zentren und einer starken Zersiedelung der Stadtränder, bzw. des Umlandes. Begleitet ist diese Entwicklung vom Bau von Einkaufszentren, Freizeiteinrichtungen, usw. auf der grünen Wiese, wobei auch Straßen zur Verbindung aller dieser Anlagen sowie Parkplätze große Flächen beanspruchen.

Insgesamt kam es - und kommt es dadurch bei weiterer unveränderter Stadtentwicklungsstrategie zu einem hohen Landschaftsverbrauch. Diese Tendenz zeigt sich in der Statistik bei einem Vergleich der Bevölkerungsentwicklung im Stadtgebiet und im Umland der österreichischen Großstädte sowie beim zunehmenden Landverbrauch im Umland.

EinwohnerHaushalte

 

Fortschreibung

Quelle: http://www.ooe.gv.at/statistik/volkszaehlung/

 

Wenn sich die Städte wie bisher weiterentwickeln, dann werden dort nach glaubhaften Prognosen zwei Drittel der Weltbevölkerung unter zunehmend schlechter werdenden Umweltbedingungen zu leben haben, die wesentlichen vitalen Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden. Die Richtung dieser Entwicklung, mit Verschwendung von Ressourcen und insbesondere von Energie, mit starker Belastung der Umwelt und Beeinträchtigung des Wohlbefindens der Menschen, ändert sich nur langsam. Erschwerend kommt hinzu, daß nur in kleinen Teilbereichen isolierte Verbesserungen unternommen, daß im wesentlichen nur eindimensionale Maßnahmen realisiert wurden (z.B.: Erhöhung des Mindestwärmeschutzes in den Bauordnungen, Errichtung entlegener kleiner Einfamilienhaus-siedlungen mit Optimierung der Sonnenenergienutzung wie z.B. die "Solar Subdivisions" in New Mexico, Einführung des Katalysators) und zu wenige, bzw. zu wenig weitreichend vernetzte Lösungsansätze untersucht werden.

Nur ökologisch funktionierende Städte bieten die Chance, natürliche Landschaften im notwendigen Ausmaß zu erhalten, einen umweltverträglichen Energiehaushalt zu erreichen und der Umweltverschmutzung entgegenzuwirken.

Während alle einschlägigen Raumordnungsprogramme einen komplexen Zielkatalog aufweisen, werden nur bei wenigen vor der Realisierung stehenden Projekten erste Schritte zu einer Vernetzung getan.

(Zum Beispiel sind in dem primär als Wohnstadt geplanten Niedrigenergie-Stadtteil "Solar City" in Linz-Pichling, der von einer Straßenbahnlinie erschlossen werden soll, neben 6.000-8.000 Wohneinheiten auch Gewerbeflächen vorgesehen1, in "Civitas Nova" in Wiener Neustadt als primärer Betriebsansiedlung einige Tausend Arbeitsplätze und 1.500 Wohnungen.) Erforderlich wäre ein grundsätzliches Umdenken in Richtung auf einen ganzheitlichen Ansatz und zwar auf allen Ebenen: der Überörtlichen Raumplanung (Regionalplanung), der Örtlichen Raumplanung (örtliche Entwicklungs-, Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung) und der Objektplanung.

 

Zielvorstellungen

Mit dem Projekt "Ökostadt 2000" wird eine solche Alternative zur derzeitigen Stadtentwicklung angeboten:

Anstelle einer weiteren Verdichtung der Ballungsräume - wo eine ökologische Stadtentwicklung infolge der vorhandenen festgefügten Strukturen kaum oder nur sehr langsam erfolgen kann - und insbesondere anstelle einer weiteren Zersiedelung im Umland der Großstädte werden neue, weitgehend eigenständige Siedlungseinheiten abseits der Verdichtungsgebiete angestrebt, die zur Gänze nach geänderten Prinzipien strukturiert werden sollen.

  • Der Mensch und die Natur bilden den Maßstab für die Entwicklung von Technik und Wirtschaft und nicht umgekehrt - die Lebensweise soll sich an der Sicherung hohen Lebensqualität für die Menschen durch die langfristige Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen orientieren.
  • Bei allen Aktivitäten sollen die Belastungen für die Gesundheit der Menschen und für die Umwelt durch die Anwendung von Verfahren minimiert werden, welche die Entstehung von Schadstoffen sowie die Ausbeutung der Vorräte der Erde (Rohstoffe und Energie) durch möglichst geschlossene Kreisläufe weitgehend vermeiden.
  • Das wichtigste Ziel der Stadtplanung muß darin bestehen, Bedingungen zu schaffen, unter denen sich die Bewohner wohl fühlen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür stellt die Beachtung der sozialen Auswirkungen bei allen technischen Lösungen dar. Die bauliche Struktur sollte die Entstehung einer Organisationsform der Gemeinschaft begünstigen, die ein friedliches Zusammenleben fördert und größtmögliche Sicherheit (Vermeidung von Unfällen, Schutz vor Gewalt) gewährleistet. Durch das Zusammenwirken zahlreicher Einzelmaßnahmen im Rahmen einer ökologischen Gesamtstruktur soll die Stadt als Lebensraum wieder an Attraktivität gewinnen.
  • Die Funktionsmischung bildet die Grundlage für die räumliche Verteilung aller Lebensbereiche. Sie wird in Form der dezentralen Konzentration optimiert:
     
    Bei allen Einrichtungen soll einerseits eine größtmögliche Dezentralisierung - soweit sie wirtschaftlich sinnvoll ist - angestrebt werden, andererseits ist zur Optimierung von Weglängen und zur Nutzung von Synergieeffekten eine gewisse Konzentration erforderlich.

Die Ökostadt ist ein Modell für eine flächensparende städtische Bauweise sowie eine umwelt- und sozialverträgliche Gestaltung der technischen und wirtschaftlichen Einrichtungen.

 

Das Schwerpunkt - Achsen - Prinzip

Eine lineare Siedlungsentwicklung entlang einer Achse stellt die Alternative zum ungeordneten flächenhaften Wachstum der Ballungsräume dar. Das Schwerpunkt-Achsen-Prinzip ist nicht neu. Es ist beispielsweise in einem bereits 1972 vom Deutschen Bundestag formulierten "Zielsystem zur räumlichen Ordnung und Ent-wicklung der Verdichtungsräume in der Bundesrepublik Deutschland" enthalten. Konsequent umgesetzt wurde dieses Prinzip bei den Trabantenstädten Stockholms, die im Umkreis von max. 800 m um die Haltestellen der Schnellbahn mit einer Verdichtung der Bebauung in der Nähe der Haltestelle errichtet wurden.

Die Ökostadt als neue Siedlungseinheit bildet einen Schwerpunkt an einer Entwicklungsachse, um die optimale Anbindung an benachbarte Orte durch ein öffentliches Verkehrsmittel zu ermöglichen. Ein günstiger Standort wäre neben einer historisch gewachsenen Kleinstadt gegeben, deren Funktion als zentraler Ort durch ergänzende Einrichtungen in der neuen Siedlungseinheit aufgewertet würde. Eine ausreichende Entfernung vom nächsten Ballungsraum (rund 50 km), der für die Ökostadt als zentraler Ort höchster Ordnung dient, sorgt dafür, daß Pendlerbewegungen in Grenzen gehalten werden. Die Achse kann durch eine bestehende, gering belastete, Regionalbahnstrecke (die meist aber nicht optimal trassiert ist) oder durch eine in das bestehende Netz eingepaßte Neubaustrecke (als Stadtbahn für den Nahverkehr etwa nach dem Vorbild von Karlsruhe) erschlossen werden.

Wesentlich ist dabei die Abstimmung des Angebotes der an der Entwicklungsachse gelegenen Siedlungen aufeinander, sodaß benachbarte Siedlungen einander ergänzen. Der wichtigste Unterschied zu vielen neuen Siedlungen (meist "Schlaf-städte") besteht aber in der Funktionsmischung innerhalb der Siedlungseinheiten, insbesondere durch die Anordnung ausreichender Arbeitsplätze zur Vermeidung von Pendlerbewegungen.

Bisherige Versuche zum Ausbau von Siedlungen nach dem Schwerpunkt-Achsen-Prinzip waren nur teilweise erfolgreich. Die Entwicklungsstrategie für die Region Basel sieht das Entstehen neuer Schwerpunkte entlang der bestehenden Bahn-linien durch die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze und neuer Wohnungen vor2. Auch in einigen Trabantenstädten Stockholms sind Arbeitsstätten vorhanden. Aber sowohl in Basel als auch in Stockholm ist es nicht gelungen zu erreichen, daß die Menschen weitgehend in ihrem Wohnort auch ihren Arbeitsplatz finden. Gründe dafür könnten sein, daß diese Siedlungen nahe an den Ballungsräumen liegen und daß insbesondere der motorisierte Individualverkehr wegen der nicht kostendeckenden Preise zu billig ist.

In einer Studie der Planungsgemeinschaft Ost (der österreichischen Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien) wurde ein Modell entwickelt, das in der großräumigen Entwicklung den Zielen der Ökostadt nahe kommt: durch "Urbanisierung der Land-Städte" soll der "Suburbanisierung des Um-Landes" (des Ballungsraumes Wien) entgegengearbeitet werden - die Neubautätigkeit bei Wohnungen, aber auch bei Arbeitsplätzen, soll auf geeignete, nicht zu nahe am Ballungsraum gelegene, regionale Zentren (Kleinstädte) konzentriert werden3. Das Schwerpunkt-Achsen-Prinzip bietet die besten Voraussetzungen für Verkehrslösungen im Umweltverbund: innerhalb der Siedlung Fußgänger und Radfahrer, in den Außenbeziehungen öffentlicher Verkehr.

 

Die Stadt der kurzen Wege als städtebauliches Prinzip

Die Siedlungseinheiten der Ökostadt sind von der Einwohnerzahl her so ausgelegt (ca. 5.000 - 10.000 Einwohner), daß sie einerseits die Anordnung wirtschaftlich tragfähiger Einrichtungen für alle wesentlichen Funktionen erlauben (Untergrenze), andererseits eine fußläufige Erreichbarkeit aller dieser Einrichtungen garantieren (Obergrenze).

Als wichtige Rahmenbedingung ist eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur erforderlich - alle Altersgruppen und sozialen Schichten sollten vertreten sein. Damit wird die Entstehung eines sozialen Klimas der Verantwortung und Solidarität unterstützt.

(Diese Forderung läßt sich aus den negativen Erfahrungen ableiten, die bei der Besiedelung neuer Stadtteile mit einseitiger alters- und schichtspezifischer Bewohnerstruktur gemacht worden sind.)

Aus der Vorgabe, alle Wege innerhalb der Stadt in max. 15 Minuten zu Fuß zurücklegen zu können, ergibt sich ein Durchmesser des Siedlungsgebietes von etwa 1,0 bis 1,2 km.

Das Ziel der Flächeneinsparung führt zwangsläufig zu einer kompakten Stadt. In Verbindung mit den erforderlichen, kleinräumig zugeordneten städtischen Folgeeinrichtungen entstehen die erwünschten kurzen Wege. Dabei spielt ein ausgewogenes Verhältnis von Wohnungen und Arbeitsplätzen die Hauptrolle. Um dieses zu erreichen,wird die Entwicklung eines neuen Instrumentariums für eine untereinander koordinierte Vergabe von Wohnungen und Arbeitsplätzen erforderlich sein.

Arbeitsplätze entstehen einerseits bei den von den Bewohnern der Ökostadt benötigten Einrichtungen für die städtischen Funktionen, andererseits in Produktions-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben unterschiedlicher Branchen, bei denen besonderer Wert auf ökologische Verträglichkeit der erzeugten Produkte und der angewendeten Produktionsverfahren gelegt wird.

Ansätze zu einer Methode für eine gezielte Ansiedlung von Einrichtungen zeigen sich etwa bei der Vorgabe eines Branchenmix für Einkaufszentren. Eine ähnliche Vorgangsweise müßte auf die verschiedenen Einrichtungen im gesamten Siedlungsbereich ausgedehnt werden.

Bei der räumlichen Verteilung der Einrichtungen aller städtischer Funktionen (die gleichzeitig alle Arbeitstätten der Ökostadt umfassen) werden die Prinzipien der dezentralen Konzentration angewendet. Ihre Lage orientiert sich an der Häufigkeit der Nutzung, an der Erreichbarkeit für die Benützer und an der optimalen Belieferung mit Gütern.

Insbesondere sollen Einrichtungen mit Transportbedarf für große Warenmengen und/oder schwere Produkte an der Hauptachse - der Trasse eines Schienen-verkehrsmittels - liegen (Handelsbetriebe innerhalb der Siedlung, produzierendes Gewerbe am Stadtrand), um Belastungen durch den Güterverkehr zu minimieren. Bei allen anderen Einrichtungen steht der Personenverkehr als Standortkriterium im Vordergrund - die nur einmal in der Ökostadt erforderlichen Einrichtungen (Schule, Veranstaltungssaal usw.) bilden das Zentrum, um für alle Bewohner möglichst gleich gut erreichbar zu sein, die häufiger benötigten Einrichtungen (täglicher Bedarf) sind in Subzentren oder an einer Nebenachse zusammengefaßt.

Auf der dezentralsten Ebene sind den Wohnbauten insbesondere Freizeit- und Erholungseinrichtungen (Spiel- und Sportplätze, Gemeinschaftseinrichtungen, kleinere Grünanlagen) flächig zugeordnet.

Infolge der geringen Ausdehnung der Ökostadt ist der Zugang zu den - natürlichen oder gestalteten - übergeordneten Grünräumen fußläufig ab der Bebauungsgrenze gegeben.

Diese Siedlungsstruktur ermöglicht den Bewohnern eine hohe Mobilität, weil infolge der geringen Entfernungen zwischen Einrichtungen, die häufig aufgesucht werden müssen, viele kurze Wege miteinander gekoppelt werden können.

 

Mobilität

Der Begriff Mobilität wird häufig fälschlich als Synonym für Verkehrsleistung verwendet. In der modernen Verkehrsplanung hat sich dagegen die folgende Definition durchgesetzt: Mobilität wir durch die Anzahl der Wege, bzw. der nutzbaren Gelegenheiten beschrieben, die in einer bestimmten Zeit erledigt werden können. Eine hohe Mobilität ist daher nicht durch die Zurücklegung langer Strecken gekennzeichnet, sondern durch die große Anzahl von erreichten Zielen in der gleichen Zeiteinheit.

Der Personenverkehr innerhalb der Ökostadt wird von Fußgängern dominiert, denen ein zusammenhängendes, dichtes Wegenetz zur Verfügung steht, das sichere und weitgehend ungestörte Fortbewegung ermöglicht. Da Fußgänger sehr umwegempfindlich sind, sollen wichtige Ziele (im Zentrum, in den Subzentren und an der Hauptachse) möglichst auf direktem Weg erreichbar sein. Die Verbindungen ins Zentrum sollen auch Wetterschutz bieten - schattenspendende Bäume sowie Regenschutz in Arkaden und an der Hauptachse in Form einer Passage.

Für den internen Verkehr werden nur wenige Fahrzeuge benötigt. Am häufigsten werden Fahrräder eingesetzt: als Privat- oder Mietrad, für Botendienste, als Transportrad usw.. Nur für einige spezielle Aufgaben sind Kraftfahrzeuge erforder-lich: als Einsatzfahrzeug, für die Müllsammlung oder als Montagefahrzeug für Handwerker. Diese sollen auf niedrigen Energieverbrauch und geringe Emissionen optimiert und zur Erhöhung der Sicherheit nur für die erforderliche bzw. zugelassene Geschwindigkeit (Tempo 30) ausgelegt sein.

Die Hauptwege für den Fußgänger- und Radverkehr führen als Wander- und Radwanderwege ins Umland der Ökostadt weiter und sind somit auch ein Symbol für die angestrebte Verbundenheit der Stadt mit ihrer Region.

Die Verbindung von der Ökostadt nach außen wird durch ein öffentliches Schienenverkehrsmittel (Stadtbahn, Schnellbahn oder Bahnstrecke) hergestellt. Die im Stadtzentrum liegende Haltestelle ist für Fußgänger optimal zugänglich. Sie bietet auch zahlreiche Dienstleistungen im Rahmen einer Mobilitätszentrale an: Fahrplanauskünfte vom regionalen bis zum internationalen Verkehr, Disposition bedarfsorientierter Verkehrssysteme (Rufbus, Anruf-Sammeltaxi) in der Region, Fahrrad- und eventuell Autovermietung, Fahrradbotendienst, Mobilitätsberatungen für Privatpersonen und Betriebe...

Beim Güterverkehr werden die meisten Innovationen notwendig sein.

Ein großer Teil davon ist zwar in neuen Konzepten für die Citylogistik bereits enthalten, aber noch nicht umfassend umgesetzt. Die wesentlichste Rolle spielt dabei ein Güterverteilzentrum, dessen Hauptaufgaben logistische Dienste, Lagerhaltung und die Verteilung der mit der Bahn und (zu einem nur kleinen Teil) mit LKWs angelieferten Güter in der Ökostadt sind. Für die Belieferung der Handelsbetriebe und die Zustellung schwerer Waren (Möbel, Elektroberäte, etc.) zu den Kunden müßten noch stadtverträgliche Kleintransporter (etwa Elektrofahrzeuge) entwickelt werden.

 

Energieversorgung

Das bestimmende Element in der baulichen Struktur stellt die Orientierung der Gebäude zur Sonne dar, um einen größtmöglichen Wärmegewinn zu erzielen. Durch weitgehende Vermeidung von Energieverlusten, durch aktive Nutzung der Sonnenenergie, den Einsatz von Langzeitspeichern und Energiegewinnung aus Wind, Biomasse und Wasserkraft kann der Einsatz fossiler Energiequellen auf ein Minimum reduziert werden.

Solares Bauen, das zugleich umweltschonend und energiesparend ist, läßt sich primär im städtischen Raum verwirklichen, wo kompakte, großvolumige Bauformen mit geringem Grundverbrauch möglich sind.

In diesem Rahmen entstehen günstigere Bedingungen für eine andere, ökologischere Lebensweise.

Die ökologische Stadt soll in kompakten Einheiten ihren Bewohnern all das ermöglichen, was die Qualität des städtischen Lebens ausmacht: schönes, ruhiges Wohnen, interessante Arbeitsplätze, spannende Bildungseinrichtungen, erholsame Freizeiteinrichtungen, ausreichende Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen bequeme und sichere Fortbewegungsmöglichkeiten und Raum für Kommunikation.

Um die Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt zu erreichen, spielt neben einer unverwechselbaren Gestaltung aller ihrer Bereiche auch die Mitbestimmung eine wichtige Rolle.


1 Seenberzirk Pichling: Neuer Stadtteil - Solar City, Franz-Xaver Goldner, in: Planung und Realisierung von Niedrigenergie-Stadtteilen, Linz 1994 .....zurück

2 Umsetzung des siedlungspolitischen Konzeptes für die Länderregion Ost, Österreich - Entwicklungsstrategie Basel/Nordwestschweiz; Empfehlungen aus einer ähnlich gelagerten Dreiländeragglomeration, Rolf M. Plattner, Basel 1994 .....zurück

3 Siedlungspolitisches Konzept Ostregion - Konzept für eine Dezentralisierungsstrategie im Umland von Wien, Planungsgemeinschaft Ost (PGO), Wien 1994 .....zurück